Hinweise bei bestehendem Verdacht

Hinweise für betroffene Patienten und Patientinnen:

Sollten Sie den Verdacht auf eine mögliche berufliche Verursachung Ihrer Krebserkrankung haben, dann besprechen Sie dies mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt und benennen Sie mögliche Ursachen. Sie können den Verdacht auch selbst bei dem Unfallversicherungsträger oder dem Staatlichen Gewerbearzt melden.

Hinweise für den behandelnden Arzt:

Besteht ein begründeter Verdacht auf eine berufliche Verursachung einer Krebserkrankung Ihres Patienten, muss (SGB VII) eine Verdachtsanzeige an die zuständige Unfallversicherung oder den zuständigen Gewerbearzt gestellt werden. Der Patient muss allerdings darüber informiert werden, einer Zustimmung des Patienten zur Meldung bedarf es nicht. Für den begründeten Verdacht sind neben den verrichteten Tätigkeiten und Arbeitsstoffen auch die Dauer der Exposition und mögliche Arbeitsschutz- oder Arbeitsplatzhygiene-Maßnahmen relevant. Eine wesentliche berufliche Verursachung ist auch bei konkurrierenden Expositionen wie z.B. Rauchen möglich, der BK-Verdacht sollte daher auch in solchen Fällen angezeigt werden, um umfangreiche Ermittlungen einzuleiten.

Auch wenn der Patient nicht direkt selbst mit den Arbeitsstoffen gearbeitet hat, aber durch seine eigene Arbeit einer unmittelbaren Gefährdung ausgesetzt war (z.B. Arbeit ohne Schutzmaßnahmen am Nachbararbeitsplatz), sind ausreichende Expositionen möglich.

 
Ansprechpartner:

Institut und Poliklinik für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin der Universität Erlangen-Nürnberg
Henkestrasse 9-11
91054 Erlangen
www.arbeitsmedizin.uni-erlangen.de