Patienten

Sarkomzentrum

Sprecher:
Prof. Dr. med.  Robert Grützmann, MBA

Sarkomzentrum: Individualisierte Therapie auf höchstem Niveau

Das Sarkomzentrum bietet Patienten mit der seltenen Diagnose Weichteil- beziehungsweise Knochentumor eine individualisierte Therapie auf höchstem Niveau. Jeder Fall wird interdisziplinär vor und nach der Therapie im wöchentlichen Sarkom-Tumorboard vorgestellt. Darüber hinaus wird die Teilnahme an nationalen und internationalen Studien ermöglicht, um den Patienten den frühzeitigen Zugang zu innovativen Therapien zu ermöglichen und die bestehenden Therapien weiter zu verbessern.

Beschwerden:

Sarkome können im Körper an verschiedenen Stellen auftreten - am häufigsten an den Extremitäten oder am Rumpf und im Bauchraum. Solche Tumoren können lange Zeit ohne Symptome wachsen und fallen häufig erst durch eine schmerzlose Schwellung bzw. Volumenzunahme auf. Beschwerden entstehen dann vor allem durch die Verdrängung und Beeinträchtigung von benachbarten Organen und Strukturen. Ist der Magen-Darm-Trakt oder der Rumpf bzw. die hintere Bauchhöhle (Retroperitoneum) betroffen, so sind die Symptome unspezifisch. Gemeinsam ist allen Sarkomen, dass sie sehr früh in bzw. über die Blutbahn metastasieren (z.B. Lungenmetastasen).

Diagnostik:

Für den Therapieerfolg eines Sarkoms ist die sichere, frühzeitige Diagnosestellung entscheidend. Routinemäßig werden zur Diagnosestellung die Anamnese, die körperliche Untersuchung, die Ultraschalluntersuchung (Sonografie), die Computertomographie (CT) und die Kernspintomographie (MRT) durchgeführt. Gegebenenfalls müssen auch noch weitere Untersuchungen wie FDG-PET bzw. PET/CT oder Angiographie eingesetzt werden. Eine Entnahme von Tumorgewebe (Biopsie) ist meistens nötig und erfolgt minimal-invasiv, ggf. sonografisch oder computertomografisch gesteuert oder unter Narkose.

Therapie:

Die Therapiemethoden sind von der Lokalisation und Größe des Tumors sowie vom Tumorstadium abhängig. Im Vordergrund der Behandlung steht die vollständige operative Entfernung des Sarkoms. Zu den Therapieoptionen gehören auch die Bestrahlung und/oder die Chemotherapie. In manchen Fällen kann auch eine intraoperative Bestrahlung erforderlich sein. Regionale Therapien wie Hyperthermie oder die isolierte Extremitätenperfusion (ILP = isolated limb perfusion) können ebenfalls durchgeführt werden.

 
Kontakt

Koordination

PD Dr. med. Vera Schellerer
Krankenhausstr. 12
91054 Erlangen

Telefon: 09131 85-33368
Fax: 09131 85-33981
E-Mail: sarkomzentrumatuk-erlangen.de

Postanschrift:

Postfach 2306
91012 Erlangen

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