Allgemeine Informationen

Auch im Auge können sich bösartige Tumoren bilden. Die häufigste Form des Augenkrebses ist das Aderhautmelanom (Uveamelanom), das überwiegend bei Erwachsene auftritt. Überwiegend bei Kindern bis zum 5. Lebensjahr tritt das Retinoblastom auf.

Die Symptome, sowie mögliche Therapien hängen von der jeweiligen Krebsart ab. Im frühen Stadium sind beide Tumoren durch eine Behandlung nahezu vollständig zu entfernen - unbehandelt führen sie allerdings zum Tod des Patienten.

Im Rahmen von klinischen Studien werden durch das Comprehensive Cancer Center Erlangen-EMN die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse, und modernste Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung gestellt.

Aderhautmelanom - Was ist das eigentlich?

Das Aderhautmelanom, auch Uveamelanom genannt, stellt die häufigste Augenkrebserkrankung des Menschen dar. Im Normalfall wird nach Entdeckung eines solchen bösartigen Tumors eine baldmögliche Bestrahlung oder chirurgische Entfernung des Tumors angestrebt, um damit dem Risiko einer Metastasierung – also dem Setzen von Tochtergeschwülsten – entgegenzuwirken. Je größer der Tumor zum Zeitpunkt der Entdeckung ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von Tochtergeschwülsten (Metastasen) in anderen Organen, z. B. der Leber.

Genauso wichtig wie die Tumorgröße ist für die Prognose des Patienten eine Veränderung im Erbgut der Tumorzellen:  bei etwa der Hälfte der Patienten mit Uveamelanom kommt es in den Tumorzellen zu einer sogenannten Monosomie 3 (Verlust von Chromosom 3) – und dies verschlechtert die Prognose des Patienten/ der Patientin beträchtlich. Nahezu alle Tumoren mit dieser Veränderung setzen Tochtergeschwülste, das zwei Jahresüberleben dieser PatientInnen sinkt, bedingt durch rasche Metastasierung vor allem in die Leber, auf 50%.

Es gibt also eine dringliche Notwendigkeit für betroffene Patienten, die Ausbreitung des Tumors zu verhindern. Wirksame Medikamente dazu gibt es aber leider noch nicht. Aus diesem Grund wurde eine klinische Studie ins Leben gerufen, die durch hochspezifische Immunaktivierung gegen patienteneigene Tumorbestandteile versuchen will, die Tumorausbreitung zu verhindern oder zumindest zu verzögern.

Impfung gegen Krebs - eine Bundesweite Studie

Bei etwa der Hälfte der Patienten, die an einem sogenannten Uvea-Melanom des Auges erkrankt sind, kann trotz Entfernung oder Zerstörung des Tumors das Auftreten lebensbedrohlicher Metastasen (Absiedlungen insbesondere in die Leber) derzeit nicht verhindert werden. Durch molekularbiologische Untersuchungen können diese Hochrisikopatienten seit einiger Zeit identifiziert werden. In einer weltweit einmaligen von der Deutschen Krebshilfe geförderten klinischen Studie unter Führung der Hautklinik am Universitätsklinikums Erlangen (Frau Prof. Dr. Beatrice Schuler-Thurner, Experimentelle Immuntherapie) soll jetzt geprüft werden, ob eine personalisierte Impfung mit Dendritischen Zellen gegen Bestandteile ("Antigene") des Tumors die Fernabsiedlungen verhindern oder verzögern kann. Diese Art der Impfung hat sich bei anderen Tumorarten bereits als wirkungsvoll herausgestellt.

Bei Verdacht auf Uveamelanom muss noch vor der Behandlung des Augenmelanoms Kontakt mit der Studienzentren aufgenommen werden.

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