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Uni-Klinikum, Medizin 5

10.000 Euro für die Immuntherapie-Forschung gegen Coronaviren

Thorwart-Jeska-Stiftung fördert die Entwicklung einer zellbasierten Immuntherapie bei Patienten nach allogener Stammzelltransplantation

Besonders für Patienten, deren Immunsystem bereits durch eine immunsuppressive Therapie oder aufgrund einer (Krebs-)Erkrankung selbst geschwächt ist, stellt die Bedrohung durch das SARS-CoV-2-Virus eine zusätzliche schwere Gefahr dar. In der Medizinischen Klinik 5 – Hämatologie und Internistische Onkologie (Direktor: Prof. Dr. Andreas Mackensen) des Universitätsklinikums Erlangen untersuchen Wissenschaftler daher derzeit unter Hochdruck, wie Patienten aus dieser Hochrisikogruppe effektiv mithilfe einer Zelltherapie geholfen werden kann. Die Thorwart-Jeska-Stiftung unterstützt die Forschung mit einer Spende in Höhe von 10.000 Euro, die Kerstin Jeska-Thorwart, Vorstandsvorsitzende der Stiftung, jetzt an Prof. Andreas Mackensen und seine wissenschaftlichen Mitarbeiter Dr. Michael Aigner und Dr. Simon Völkl überbrachte.
V. l. n. r.: Dr. Simon Völkl (Wissenschaftler der Medizin 5), Prof. Dr. Andreas Mackensen (Direktor der Medizin 5), Kerstin Jeska-Thorwart (Vorstandsvorsitzende Thorwart-Jeska-Stiftung), Dr. Michael Aigner (Wissenschaftler der Medizin 5). Foto: Sebastian Wurm/Uni-Klinikum Erlangen

Bei gesunden Menschen ist das Immunsystem, das bei der Bekämpfung von Virusinfektionen eine entscheidende Rolle spielt, in der Regel gut auf die Abwehr von neuartigen Erregern wie SARS-CoV-2 vorbereitet. Ein deutlich höheres Risiko für schwere Komplikationen haben jedoch Patienten, deren Immunsystem entweder durch eine (Krebs-)Erkrankung selbst oder durch eine immunsuppressive Therapie geschwächt ist. Dies betrifft insbesondere Patienten nach einer Stammzell- oder Knochenmarktransplantation von einem gesunden Spender. Erschwerend kommt in einem solchen Fall hinzu, dass diese Patienten auch dann nicht erfolgreich geimpft werden können, wenn in Zukunft ein Impfstoff gegen SARS-CoV-2 zur Verfügung steht. Um solchen Risikopatienten bei einer COVID-19-Infektion dennoch helfen zu können, forscht das Team um Dr. Aigner und Dr. Völkl daran, wie virusspezifische Immunzellen aus dem Blut von Patienten, die eine COVID-19-Infektion bereits überstanden haben, gewonnen werden können, um diese Zellen dann Patienten nach einer allogenen Stammzelltransplantation einzusetzen. Hierfür soll eine bewährte Methode zur Isolierung und Vermehrung von Immunzellen, die bisher bei anderen Virusarten zum Einsatz kam, auf das Coronavirus SARS-CoV-2 übertragen werden. Die ersten für diesen Ansatz notwendigen Moleküle (virusspezifische Antigene) des SARS-CoV-2-Virus, die von den Immunzellen erkannt werden, sind identifiziert und stehen für Experimente zur Verfügung.

Weitere Informationen:

Prof. Dr. Andreas Mackensen
Telefon: 09131 85-35954
E-Mail: andreas.mackensenatuk-erlangen.de

 
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