Staatsminister Markus Blume zu Gast im neuen ITC
Spitzenforschung und moderne Patientenversorgung eng verzahnt – BZKF startete klinische Studien im neuen Interdisziplinären Tumortherapiecentrum
Bei einer Pressekonferenz im neuen Interdisziplinären Tumortherapiecentrum (ITC) am Uniklinikum Erlangen startete das Bayerische Zentrum für Krebsforschung (BZKF) nun seine ersten eigens geförderten klinischen Studien. Anschließend besichtigte der Bayerische Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, Markus Blume, die neu eröffneten Räumlichkeiten im Internistischen Zentrum am Ulmenweg.
Dass die BZKF-Pressekonferenz in den neuen Räumlichkeiten des ITC am Uniklinikum Erlangen stattfand, unterstreicht die enge Verzahnung von Spitzenforschung und moderner Patientenversorgung. Das ITC ist seit dem 26. Januar 2026 in Betrieb und versorgt täglich rund 120 Krebspatientinnen und -patienten mit komplexen, lebensnotwendigen Behandlungen wie Chemo-, Immun- und Antikörpertherapien sowie mit Blut- und Plasmaprodukten.
Prof. Dr. Matthias W. Beckmann, Direktor der Frauenklinik und Direktor des Comprehensive Cancer Center Erlangen-EMN des Uniklinikums Erlangen, führte Staatsminister Blume und weitere Gäste durch die neue Ambulanz. Beim Rundgang erhielten die Teilnehmenden Einblicke in die moderne Infrastruktur und die großzügig gestalteten Behandlungsbereiche.
„Mit dem neuen Interdisziplinären Tumortherapiecentrum schaffen wir optimale Bedingungen, um innovative Therapien schnell und sicher in die klinische Anwendung zu bringen“, betonte Prof. Beckmann. „Die unmittelbare Nähe von Forschung, Studienzentrum und ambulanter Versorgung ist ein entscheidender Vorteil für unsere Patientinnen und Patienten.“
Das ITC vereint verschiedene onkologische Fachdisziplinen unter einem Dach. Patientinnen und Patienten profitieren von der engen Zusammenarbeit eines interdisziplinären Teams aus Ärztinnen und Ärzten, Pflegefachpersonen, Study Nurses, Psychoonkologinnen und -onkologen sowie weiteren spezialisierten Berufsgruppen. Ziel ist es, die Behandlungsqualität weiter zu steigern und neueste wissenschaftliche Erkenntnisse unmittelbar in die Versorgung zu integrieren.
Mit dem Start der ersten BZKF-Studien und der Inbetriebnahme des ITC setzt das Uniklinikum Erlangen ein starkes Zeichen für die Zukunft der Krebsmedizin in Bayern: Forschung und Versorgung greifen hier nahtlos ineinander – zum Wohl der Patientinnen und Patienten.
Im Rahmen der Veranstaltung überreichte Blume symbolische Förderschecks in Höhe von insgesamt 5,2 Millionen Euro für zwei wegweisende Studienprojekte. Die Studie „ERASE-AML“ wird mit 3 Millionen Euro gefördert und federführend am LMU Klinikum durchgeführt. Ziel ist es, eine innovative Zelltherapie bei akuter myeloischer Leukämie zu erforschen. Weitere 2,2 Millionen Euro gehen an das TUM Klinikum sowie das Universitätsklinikum Augsburg für die Studie „PRIME“, die neue Ansätze in der Prostatakrebsfrüherkennung verfolgt. „Diese Studien markieren einen wichtigen Meilenstein für das BZKF“, so Prof. Dr. Andreas Mackensen, Direktor der Medizinischen Klinik 5 – Hämatologie und Internistische Onkologie und Direktor des BZKF. „Patientinnen und Patienten in ganz Bayern können an frühen klinischen Studien mit innovativen Ansätzen teilnehmen – ohne weite Wege auf sich nehmen zu müssen.“
Weitere Informationen:
Prof. Dr. Matthias W. Beckmann
09131 85-47403
ccc-direktion(at)uk-erlangen.de














