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Onkologische Forschungsgruppen der Frauenklinik

Frauenklinik

Leitung

Prof. Matthias W. Beckmann

Mitglieder

Prof. Peter A. Fasching, Prof. Ralf Dittrich, Prof. Reiner Strick, PD Dr. Lothar Häberle, PD Dr. Matthias Rübner, PD Dr. Carolin Hack, PD Dr. Pamela Strissel, PD Dr. Laura Lotz, Dr. Hanna Hübner, Dr. Julius Emons, Dr. Felix Heindl, Dr. Paul Gaß, Dr. Sabrina Uhrig

Überblick Forschungsinhalte

Die Forschungsteams werden von den vier großen Organisationseinheiten Studienzentrale, Clinical Research Organisation (IFG), Zentrale für Biostatistik und Informatik und die Biobank-Zentrale unterstützt. Unsere interdisziplinäre Arbeitsgruppe ist auf die Entwicklung, Ausarbeitung, Durchführung und Auswertung von klinischen Studien spezialisiert. Neben den klinischen Prüfungen gibt es verschiedene onkologische Forschungsschwerpunkte.

Reproduktionsmedizin: Mit Hilfe eines künstlichen Ovars sollen Patientinnen die Möglichkeit erhalten kryokonserviertes Ovarialgewebe zur Wiederherstellung der Fertilität zu nutzen, auch wenn das Gewebe mit Malignen Zellen belastet ist. Dazu werden Primordialfollikel aus dem Gewebe isoliert und mit Hilfe von künstlichen Ovargerüsten den Patientinnen transplantiert. Weitere Projekte betreffen die Fertilitätsprotektion bei Krebserkrankungen, besonders bei Jugendlichen und Kindern.

Molekulare Medizin: Endogene Retroviren (ERV) spielen eine essentielle Rolle bei der Plazentogenese und Tumorigenese. Funktionelle ERV-Studien in verschiedenen Tumorentitäten sollen neue Tumorantigene identifizieren. Primäre Zellen von Tumoren werden erfolgreich als Sphäroide in speziellen 3D-Matrizen kultiviert, um die Tumor-Immun-Mikroumgebung zu analysieren. Die Detektion genomischer und somatischer Mutationen soll zum einen die Risikoprädiktion von Tumorerkrankungen verbessern, als auch Therapieoptionen aufzeigen. Expressionsanalysen an FFPE-Tumormaterial und gesundem Gewebe können Biomarker für Prognose und neue therapeutische Ansätze identifizieren. Die immunonkologische Forschung beschäftigt sich mit der Detektion von Biomarkern des zirkulierenden Immun-Repertoires für Therapieansprechen und Prognose sowie der Entwicklung von in-vitro Biomarker-Assays. Die Arbeiten zu Themen der Digitalisierung umfassen die Entwicklung spezifischer Applikationen und den Einsatz mobiler Sensorik für die häusliche Eigenanwendung zur Kontrolle von Blutbild und Vitalparametern sowie die Entwicklung und Durchführung von (semi-)virtuellen Studien unter Anwendung von Applikations-basierten Studienvisiten. Zusätzlich werden Analysen mittels BigData- und künstlicher Intelligenz-Ansätzen optimiert, um so personalisierte Therapieansätze zu entwickeln.

Diagnostik/Imaging: Eine zentrale Herausforderung bei Screening-Untersuchungen ist die sichere Diskriminierung zwischen malignen und benignen Befunden, um eine Über-, bzw. Untertherapie zu vermeiden. Dafür wird der Zusatznutzen alternativer Methoden zur Detektion von ultra-feinem Mikrokalk sowie die Fusion von Mammografie und Mammasonografie untersucht. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Untersuchung des Einflusses der Mammografischen Dichte bei Brustkrebspatientinnen.

 

Laufende Forschungsprojekte

  • DigiOnko
  • RESCUER
  • MIDIA-Hub
  • TeamX
  • HER2response
  • ADCCresponse PRAEGNANT
  • iMODE-B
  • CAPTOR
  • COMMITMENT
  • ERV-Analysen
  • 3D Zellkulturen
  • FertiTOX
  • Künstliche Ovarien

Methoden

  • Immunmonitoring (in Kooperation mit der Medizin 5)
  • TissueMicroArrays (in Kooperation mit Pathologie)
  • Immunhistochemie
  • Immunfluoreszenz
  • Genotypisierung
  • ADCC
  • ADCP
  • Expressionsanalysen (RealTime PCR, Nanostring, RNA-Sequenzierung, Spatial-Sequenzierung)
  • 3D Matrizen für primäre Zellen
  • MRT
  • Mammographie
  • Mammasonografie
  • Xenotransplantation
  • In Vitro Maturation

Kooperationspartner

  • Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie (AGO, AGO-B)
  • Translational Research in Oncology (TRIO)
  • Institut für Frauengesundheit GmbH (IFG)
  • Zahlreiche bekannte Pharmaunternehmen
  • Breast Cancer Association Consortium (BCAC)
  • Ovarian Cancer Association Consortium (OCAC)
  • Endometrial Cancer Association Consortium (ECAC)
  • German Breast Group (GBG)
  • Siemens Healthineers
  • Siemens AG
  • University of California Los Angeles, California, USA
  • Mayo Clinic, Rochester, Minnesota, USA
  • Lehrstuhl für Biomaterialien, Prof. Dr.-Ing. habil Aldo R. Boccaccini, FAU Erlangen
  • Fertiprotekt

Publikationen

Kontakt

fk-wissenschaft(at)uk-erlangen.de

Weiterführende Links

https://www.frauenklinik.uk-erlangen.de/

 

Stand: 04/2026

Leitung

Prof. Dr. Reiner Strick, Frauenklinik, Lab für Molekulare Medizin, FAU Erlangen-Nürnberg

Überblick Forschungsinhalte

  • Etablierung von mesenchymalen, myoepithelialen und epithelialen Brust- und Brustkrebszellen
  • Einfluss der 3D Umgebung auf die Zelleigenschaften
  • Molekular-biochemischer Einfluss der ECM Steifheit auf Zellen
  • Interaktionen der ECM auf die Zellmigration

Laufende Forschungsprojekte

  • Rolle von primären Brust CAFs in Tumorigenese
  • Hirn- und Glioma-Zellen in ultraweichen 3D Matrizen
  • Etablierung einer 3D Matrize mit variabler Steifheit
  • Etablierung von 3D Gerüsten für Zelladhäsion und Migration

Methoden

  • 3D Zellkultur und Sphäroide, Tumoroide
  • primäre Brust- und Brustkrebs-Zellen, v.a. CAFs
  • Zellmigration, Kontraktion, Invasion, Durotaxis
  • 3D Matrizen und Melt Electrowriting
  • Brust und Hirn ECM
  • RNA-seq und scRNA-seq

Kooperationspartner

  • PD Dr. Annika Kengelbach-Weigand (Plast. Chirurgie, FAU Erlangen-Nürnberg)
  • Prof. Tomasz Jüngst (Funkt. Materialien, Uni Würzburg)
  • Dr. Markus Eckstein (Pathologie, FAU Erlangen-Nürnberg)

Publikationen

Kontakt

Reiner.Strick(at)uk-erlangen.de
Pamela.Strissel(at)uk-erlangen.de

Weiterführende Links

https://trr225biofab.de/

 

Stand: 02/2023

Leitung

PD Dr. Hanna Hübner

Überblick Forschungsinhalte

Die Forschungsgruppe konzentriert sich maßgeblich auf die präzise Analyse von klassischen und digitalen Biomarkern sowie deren synergetische Integration zur Optimierung der Krankheitsprävention und Prädiktion des Therapieansprechens. Im Zentrum stehen dabei vor allem Blutbasierte Marker, die eine facettenreiche Palette umfassen: von zellfreier DNA über die Charakterisierung von Immunzellen bis hin zu RNA-Expressionsmustern im Blut.

Die Analyse digitaler Biomarker bildet einen bedeutenden Bestandteil der Forschungsarbeit, wobei insbesondere auf die Durchführung von Remote-Studien sowie die Verwendung verschiedener Wearables zur präzisen Erfassung von Vitalparametern fokussiert wird. Der Ansatz geht hierbei über die reine Datenerhebung hinaus – die Harmonisierung und tiefgehende Analyse umfangreicher Datensätze sind integrale Bestandteile des Forschungsschwerpunkts.

Laufende Forschungsprojekte

  • RESCUER: RESISTANCE UNDER COMBINATORIAL TREATMENT IN ER+ AND ER- BREAST CANCER (EU, H2020)
  • HER2response: Einfluss aktueller und neuer zielgerichteter anti-HER2 Kombinationstherapien auf die antikörperabhängige zellvermittelte Zytotoxizität und Phagozytose im Brustkrebs (HER2response).
  • Prevalence of germline mutations in breast cancer risk genes and their association with treatment response in patients with HR+/HER2- breast cancer receiving ribociclib
  • DigiOnko – Mit digitaler Medizin gegen Brustkrebs, Universitätsklinikum Erlangen (gefördert durch das Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege)
  • TEAM-X Trusted Ecosystem of Applied Medical Data eXchange
  • MIDIA-Hub: Bessere Nachsorge von Krebserkrankungen, optimierte Therapie gegen Multiple Sklerose
  • SMART Start: Smarte Sensorik in der Schwangerschaft - Ein integratives Konzept zur digitalen, präventiven Versorgung schwangerer Frauen

Methoden

  • Design und SetUp von Remote Studien (App-basiert)
  • Liquid Biopsy Analyse
  • In-vitro Assays (Immunzell-Tumorzell-Interaktion)
  • Biobanking

Kooperationspartner

EXTERN:

  • Prof. Kristensen, Medical Genetics, Oslo, Norwegen
  • Prof. Lambrechts, VIB, Leuven, Niederlande
  • Prof. Tost, CEA, Frankreich
  • Prof. Eskofier, MadLab, FAU Erlangen
  • Prof. Maier, Pattern Recognition Lab, FAU Erlangen
  • Prof. Schöffski, WiSo, FAU Erlangen
  • Prof. Dabrock, Ethik, FAU Erlangen

INTERN:

  • AG Völkl, Med 5, Erlangen
  • AG Bruns, Med 5, Erlangen
  • AG Ekici, Humangenetik, Erlangen
  • Prof. Hartmann, Pathologie, Erlangen
  • Prof. Prokosch, MIK, Erlangen

Publikationen

Kontakt

Hanna.huebner(at)uk-erlangen.de

 

Stand: 02/2024

Leitung

Prof. Dr. Ralf Dittrich

 

Überblick Forschungsinhalte

In den letzten Jahrzehnten hat sich die Prognose vieler gynäkoonkologischer Erkrankungen dank verbesserter Früherkennung und multimodaler Behandlungskonzepte deutlich verbessert. Besonders bei jungen Patientinnen im reproduktiven Alter stehen Ärztinnen und Ärzte zunehmend vor der Herausforderung, neben der onkologischen Therapie auch die zukünftige Lebensqualität und den Kinderwunsch der Patientin zu berücksichtigen.
Etwa 10 % der Frauen, die eine onkologische Diagnose erhalten, sind unter 45 Jahre alt und haben möglicherweise ihren Kinderwunsch noch nicht abgeschlossen oder überhaupt erst formuliert. Die Diagnose einer malignen Erkrankung stellt für diese Patientinnen nicht nur eine existentielle Bedrohung dar, sondern geht häufig auch mit einer tiefgreifenden Erschütterung der persönlichen Lebensplanung einher. Der mögliche Verlust der Fertilität als Folge der onkologischen Therapie ist dabei für viele Betroffene eine der schwerwiegendsten psychosozialen Belastungen. 
Die moderne Reproduktionsmedizin bietet heute ein breites Spektrum an fertilitätserhaltenden Maßnahmen – von der Kryokonservierung von Eizellen oder Ovargewebe über operative Techniken wie die Trachelektomie und Ovariopexie bis hin zur medikamentösen Ovarprotektion mit GnRH-Analoga. Diese Optionen müssen individuell unter Berücksichtigung der Tumorbiologie, der Therapiedringlichkeit sowie ethischer Rahmenbedingungen geprüft werden. Die enge Zusammenarbeit zwischen Onkolog:innen, Reproduktionsmediziner:innen, Gynäkolog:innen, Psycholog:innen und weiteren Fachdisziplinen ist daher essenziell für eine patientinnenzentrierte Betreuung. Ein besonderes Interesse unserer Forschgruppe liegt  auf der Transplantation von Ovarialgewebe und hier besonders auf Patietinnen mit Erkrankungen bei denen die Gefahr hoch ist, maligne Zellen mit dem Gewebe zurück in die PAtietin zu transplantieren. Ein Lösungsansatz hier ist die Isolierung tumorzellfreier Eizellfollikel mit anschließender Transplantation dieser zusammen mit einem funktionalisiertem künstlichen Ovargerüst.

 

Team

  • PD Dr. Laura Lotz
  • Dr. Anna Dietl

 

Laufende Forschungsprojekte

  • Dr. Anna Dietl (IZKF)

     

Methoden

  • Zellkultur von Ovarfollikeln
  • Transplantation in die SCID-Maus

     

Kooperationspartner

Uniklinikum Bonn (AG Prof. Dr. N. Sänger)

 

Publikationen

  • Maschmeyer G, Fehm T, Loibl S, Dittrich R, Hilgendorf I. Onkopedia: What's New? Systemic Tumor Treatment in Pregnancy. Oncol Res Treat. 2025 Jul 2:1-15. https://doi.org/10.1159/000547137
  • Keckstein P, Dittrich R, Bleisinger N, Hoffmann I, Beckmann MW, Gebhardt A, Schmid B, Keckstein S. Survival and hormone production of isolated mouse follicles in three-dimensional artificial scaffolds after stimulation with bpV(HOpic).Arch Gynecol Obstet. 2024 May;309(5):2127-2136 https://doi.org/10.1007/s00404-024-07419-z
  • Khattak H, Malhas R, Craciunas L, Afifi Y, Amorim CA, Fishel S, Silber S, Gook D, Demeestere I, Bystrova O, Lisyanskaya A, Manikhas G, Lotz L, Dittrich R, Colmorn LB, Macklon KT, Hjorth IMD, Kristensen SG, Gallos I, Coomarasamy A. Fresh and cryopreserved ovarian tissue transplantation for preserving reproductive and endocrine function: a systematic review and individual patient data meta-analysis. Hum Reprod Update. 2022 May 2;28(3):400-416. https://doi.org/10.1093/humupd/dmac003
  • Dittrich R, Lotz L, Fehm T, Krüssel J, von Wolff M, Toth B, van der Ven H, Schüring AN, Würfel W, Hoffmann I, Beckmann MW. Xenotransplantation of cryopreserved human ovarian tissue--a systematic review of MII oocyte maturation and discussion of it as a realistic option for restoring fertility after cancer treatment. Fertil Steril. 2015 Jun;103(6):1557-65. https://doi.org/10.1016/j.fertnstert.2015.03.001
  • Dittrich R, Hackl J, Lotz L, Hoffmann I, Beckmann MW. Pregnancies and live births after 20 transplantations of cryopreserved ovarian tissue in a single center. Fertil Steril. 2015 Feb;103(2):462-8. https://doi.org/10.1016/j.fertnstert.2014.10.045

     

Kontakt

Prof. Dr. Ralf Dittrich

09131 85 44070

ralf.dittrich(at)uk-erlangen.de

 

Weiterführende Links

https://www.reproduktionsmedizin.uk-erlangen.de/

 

Stand: 04/2026

Leitung

PD. Dr. med Julius Emons
Dr. med. Patrik Pöschke

 

Überblick Forschungsinhalte

  • Molekulare Klassifikation gynäkologischer Tumoren
  • Personalisierte Therapieansätze
  • Chirurgische Onkologie und Sentinel-Techniken
  • Versorgungsforschung und Qualitätssicherung
  • Organoid-Modelle und translationale Forschung
  • Fertilitätserhalt in der Onkologie  

 

Team

  • Dr. med. Carla Schulmeyer
  • Dr. med. Oliver Schleicher
  • Dr. med. Katharina Seitz
  • Dr. med. Annika Krückel
  • Julia Gocke
  • Vanessa Karlen

 

Laufende Forschungsprojekte

  • BZKF-Ovar-1 Studie; ELAN Projekt “ENCORE (Endometrial Cancer – Correlation of Outcome with new molecular classification in a Real-world data Evaluation)”
  • FertiBAY – Fertilitätserhaltende Operation bei Patientinnen mit frühem Endometrium-, Zervix- und Ovarialkarzinom sowie bei atypischer Endometriumhyperplasie und ovariellen Borderline-Tumoren (W. Lutz Stiftung)

     

Methoden

  • Klinische Studien
  • Organiodkulturen
  • Registerstudien

     

Kooperationspartner

  • BZKF
  • FAU Epidemiologie
  • Molekularlabor der Frauenklinik
  • Pathologie

 

Publikationen

  • Psilopatis I, Emons J, Burghaus S, Gass P, Stuebs FA, Seibold A, Füller A, Beckmann MW, Pöschke P. A case of metachronous cervical and early-stage breast cancer. Discov Oncol. 2025 Nov 29;16(1):2190. doi: 10.1007/s12672-025-04042-5.
  • Emons J, Gocke J, Schulmeyer C, Stübs FA, Krückel A, Amann N, Beckmann MW, Hörner M, Pöschke P. Update Gynecologic Malignancies 2025 - Expert Opinion on Systemic Therapy for Early and Advanced Gynecological Cancers. Geburtshilfe Frauenheilkd. 2025 Jun 30;85(7):736-745. doi: 10.1055/a-2622-0684.
  • Schulmeyer C, Fasching PA, Beckmann MW, Häberle L, Golcher H, Goebell PJ, Pöschke P, Emons J. Improving quality of care for cancer patients through oncological second opinions in a Comprehensive Cancer Center: adherence to second-opinion therapy recommendations. J Cancer Res Clin Oncol. 2025 Apr 2;151(4):130. doi: 10.1007/s00432-025-06149-2.
  • Krückel A, Saatze M, Behrens AS, Beckmann MW, Pöschke P, Emons J. Uterus didelphys and cervical cancer: A case report. Gynecol Oncol Rep. 2024 Sep 13;55:101503. doi: 10.1016/j.gore.2024.101503.
  • Pöschke P, Gass P, Krückel A, Keller K, Erber R, Hartmann A, Beckmann MW, Emons J. Clinical and Surgical Evaluation of Sentinel Node Biopsy in Patients with Early-Stage Endometrial Cancer and Atypical Hyperplasia. Geburtshilfe Frauenheilkd. 2024 May 29;84(5):470-476. doi: 10.1055/a-2293-5700.
  • Gass P, Thiel FC, Häberle L, Ackermann S, Theuser AK, Hummel N, Boehm S, Kimmig R, Reinthaller A, Becker S, Hilpert F, Janni W, Vergote I, Harter P, Emons J, Hein A, Beckmann MW, Fasching PA, Pöschke P; AGO Uterus Commission. Primary results of the AGO-Zervix-1 Study: A prospective, randomized phase III study to compare the effects of paclitaxel and topotecan with those of cisplatin and topotecan in the treatment of patients with recurrent and persistent cervical cancer. Gynecol Oncol. 2024 Apr;183:25-32. doi: 10.1016/j.ygyno.2024.03.002.
  • Wagner P, Gass P, Pöschke P, Eckstein M, Gloßner L, Hartmann A, Beckmann MW, Fasching PA, Ruebner M, Emons J, Erber R. Spatial expression of claudin 18.2 in matched primaries and metastases of tubo-ovarian carcinoma of all subtypes. Virchows Arch. 2024 Jul;485(1):63-74. doi: 10.1007/s00428-024-03756-1. Epub 2024 Feb 7. PMID: 38326579; PMCID: PMC11271439.
  • Stuebs FA, Beckmann MW, Pöschke P, Heindl F, Emons J, Gaß P, Häberle L. The Epidemiology of Cervical Cancer in Germany: A Registry-Based Analysis of Incidence, Survival, and Tumor Characteristics (2003–2021). Dtsch Arztebl Int. 2025 Sep 5;122(18):483-488. doi: 10.3238/arztebl.m2025.0105. PMID: 40554656; PMCID: PMC12599196.
  • Stübs, F.A., Pöschke, P., Beckmann, M.W. et al. Die zertifizierte Versorgungskette in der gynäkologischen Onkologie mit Integration personalisierter Medizin. Gynäkologie 58, 685–697 (2025). doi.org/10.1007/s00129-025-05418-y

     

Kontakt

PD. Dr. med Julius Emons
Dr. med. Patrik Pöschke

09131 85 33553

julius.emons(at)uk-erlangen.de

patrik.poeschke(at)uk-erlangen.de

 

Weiterführende Links

https://www.genitalkrebszentrum.uk-erlangen.de/

 

Stand: 04/2026

Leitung

PD Dr. Julius Emons
PD Dr. Matthias Rübner

 

Überblick Forschungsinhalte

Untersuchung von Gewebebiomarkern für die Subklassifikation und zur Prognoseprädiktion bei gynäkologischen Tumorerkankungen.

 

Team

  • Dr. Patrik Pöschke
  • Dr. Katharina Seitz
  • Prof. Dr. Ramona Erber
  • Dr. Niklas Abele

 

Laufende Forschungsprojekte

  • Identifikation von Biomarkern beim Endometriumkarzinom
  • Identifikation von Biomarkern beim Ovarialkarzinom
  • Identifikation von Biomarkern beim Mammakarzinom

     

Methoden

  • Immunhistochemie (FFPE, FF)
  • Immunfluoreszenzhistochemie (FFPE, FF)
  • TMA-Erstellung Zellkulturmodelle (Invasions-, Migrations-, Proliferationsassays) 

     

Kooperationspartner

  • Institut für Pathologie (UKER)
  • Institut für Pathologie (UKR)
  • Institut für Medizininformatik
  • Biometrie und Epidemiologie (FAU)

 

Publikationen

  • Öttl M, Steenpass J, Wilm F, Qiu J, Rübner M, Lang-Schwarz C, Taverna C, Tava F, Hartmann A, Huebner H, Beckmann MW, Fasching PA, Maier A, Erber R, Breininger K. Fully automatic HER2 tissue segmentation for interpretable HER2 scoring. J Pathol Inform. Mar 2025. doi: 10.1016/j.jpi.2025.100435
  • Pöschke P, Fasching PA, Adler W, Rübner M, Beckmann MW, Hack CC, Heindl F, Hartmann A, Erber R, Gass P. Clinical Characteristics and Prognosis of HER2-0 and HER2-Low-Positive Breast Cancer Patients: Real-World Data from Patients Treated with Neoadjuvant Chemotherapy. Cancers (Basel) Sep 2023 doi: 10.3390/cancers15194678
  • Schulmeyer CE, Fasching PA, Häberle L, Meyer J, Schneider M, Wachter D, Ruebner M, Pöschke P, Beckmann MW, Hartmann A, Erber R, Gass P. Expression of the Immunohistochemical Markers CK5, CD117, and EGFR in Molecular Subtypes of Breast Cancer Correlated with Prognosis. Diagnostics (Basel) Jan 2023 doi: 10.3390/diagnostics13030372. 
  • Erber R, Spoerl S, Mamilos A, Krupar R, Hartmann A, Ruebner M, Taxis J, Wittenberg M, Reichert TE, Spanier G, Spoerl S. Impact of Spatially Heterogeneous Trop-2 Expression on Prognosis in Oral Squamous Cell Carcinoma. Int J Mol Sci Dec 2021  doi: 10.3390/ijms23010087. 
  • Erber R, Kailayangiri S, Huebner H, Ruebner M, Hartmann A, Häberle L, Meyer J, Völkl S, Mackensen A, Landgraf L, Geppert CI, Schulz-Wendtland R, Beckmann MW, Fasching PA, Farwick N, Rossig C, Gass P. Variable Expression of the Disialoganglioside GD2 in Breast Cancer Molecular Subtypes. Cancers (Basel) Nov 2021. doi: 10.3390/cancers13215577
  • Erber R, Hartmann A, Fasching PA, Ruebner M, Stöhr R, Beckmann MW, Zentgraf M, Popp V, Weidler J, Simon I, Becker S, Huebner H, Fischer J, Guerini Rocco E, Viale G, Cayre A, Penault-Llorca F, Caniego Casas T, Pérez-Miés B, Palacios J, Jank P, Denkert C, Khoury L, Mairinger T, Ferrazzi F. Reproducibility of mRNA-Based Testing of ESR1, PGR, ERBB2, and MKI67 Expression in Invasive Breast Cancer-A Europe-Wide External Quality Assessment. Cancers (Basel) Sep 2021. doi: 10.3390/cancers13184718

     

Kontakt

PD Dr. Julius Emons
PD Dr. Matthias Rübner

09131 85 43531
09131 85 43425

julius.emons(at)uk-erlangen.de

matthias.ruebner(at)uk-erlangen.de

 

Stand: 04/2026

Leitung

PD Dr. Frederik A. Stübs
PD Dr. Carol I. Geppert

 

Überblick Forschungsinhalte

Das Vulvakarzinom ist eine seltene gynäkologische Malignität mit steigender Inzidenz und insgesamt begrenzten therapeutischen Optionen, insbesondere im fortgeschrittenen oder rezidivierten Stadium. Die Prognose dieser Patientinnen bleibt ungünstig, da systemische Therapien bislang nur geringe Wirksamkeit zeigen und evidenzbasierte, zielgerichtete Behandlungsstrategien weitgehend fehlen. Im Gegensatz zu anderen soliden Tumoren wurden potenziell therapeutisch nutzbare Biomarker beim Vulvakarzinom bisher nur unzureichend charakterisiert. Daraus ergibt sich ein erheblicher Bedarf an translationaler Forschung zur Identifikation neuer molekularer Zielstrukturen. Ziel des beantragten Projekts ist die systematische Analyse der Expression klinisch relevanter Zielmoleküle – z.B. PD-L1, Trop-2, HER2 und Nectin-4 – in einem gut charakterisierten Kollektiv von Patientinnen mit Vulvakarzinomen. Diese Marker repräsentieren etablierte oder in der Erforschung befindliche Targets für Immuncheckpoint-Inhibition sowie Antikörper-Wirkstoff-Konjugate, die in anderen Tumorentitäten bereits vielversprechende therapeutische Effekte gezeigt haben. Zur methodischen Umsetzung wird die next-generation Tissue Microarray (ngTMA)-Technologie eingesetzt, die eine standardisierte, hochreproduzierbare und effiziente Analyse großer Gewebekohorten ermöglicht. Mittels immunhistochemischer Färbungen werden Expressionsmuster der Zielproteine quantitativ und semiquantitativ erfasst. Die gewonnenen Daten werden mit klinisch-pathologischen Parametern wie Tumorstadium, Histologie, HPV-Status und klinischem Verlauf korreliert. Die Projekte haben das Potenzial, eine wesentliche Wissenslücke in der molekularen Charakterisierung des Vulvakarzinoms zu schließen und eine Grundlage für zukünftige klinische Studien zu schaffen. Langfristig könnte dies zur Etablierung neuer, zielgerichteter Therapieoptionen beitragen und die Prognose betroffener Patientinnen nachhaltig verbessern.

 

Team

  • Frederik A. Stübs
  • Carol I. Geppert
  • Antje Knöll
  • A. Hartmann
  • Matthias W. Beckmann
  • Lothar Häberle
  • Nelson John

 

Laufende Forschungsprojekte

  • PD-L1 Expression beim Vulvakarzinom (IZKF)

     

Methoden

  • ngTMA
  • ICH
  • Digitalisierung der ICH
  • FISH

     

Kooperationspartner

  • Frauenklinik Erlangen
  • Institut für Pathologie Erlangen
  • Harald-zur-Hausen-Institut für Virologie
  • Fraunhofer Institut

 

Publikationen

  • Concordance rate of vulvoscopic findings in detecting early vulvar neoplasia (DOI: 10.1016/j.ygyno.2020.02.026)
  • PD-L1-Expression in primary and recurrent vulvar squamous cell cancer  (DOI: 10.1016/j.ygyno.2025.01.001)
  • Trop2-expression in primary vulvar squamous cell carcinoma (DOI: 10.1016/j.ygyno.2025.03.049)
  • Nectin-4 expression in vulvar squamous cell carcinoma ( DOI: 10.1007/s00428-026-04495-1)
     

Kontakt

PD Dr. Frederik A. Stübs
PD Dr. Carol I. Geppert

09131 85 44006

frederik.stuebs(at)uk-erlangen.de

 

Weiterführende Links

https://www.frauenklinik.uk-erlangen.de/

http://www.pathologie.uk-erlangen.de

 

Stand: 04/2026

Leitung

PD Dr. Frederik A. Stübs
 

Überblick Forschungsinhalte

Humane Papillomviren (HPV), insbesondere Hochrisiko-Typen wie HPV 16 und 18, sind die Hauptursache für die Entstehung genitaler Präkanzerosen und Karzinome, vor allem des Zervixkarzinoms, haben aber auch beim Vaginal- und Vulvakarzinom eine entscheidende Rolle. Die Karzinogenese erfolgt meist über einen langjährigen Progress von intraepithelialen Neoplasien zu invasiven Tumoren. In Deutschland wurde 2020 das organisierte Programm zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs neu eingeführt und umfasst eine altersadaptierte Strategie mit jährlicher Zytologie bei Frauen von 20 bis 34 Jahren sowie einer dreijährlichen Co-Testung aus HPV-Test und Pap-Abstrich ab dem 35. Lebensjahr. Diese HPV-basierte Früherkennung verbessert die Detektion hochgradiger Läsionen und ermöglicht eine effektivere Risikostratifizierung. Die klinische Grundlage dieser Arbeitsgruppe bildet die zertifizierte Dysplasie-Einheit als Teil des Gynäkologischen Universitäts-Krebszentrum Franken. Die im Rahmen der Einheit gesammelten Daten werden wissenschaftlich ausgewertet. Dazu werden unterschiedlichste im klinischen Alltag relevante Fragestellungen erforscht. Dazu gehört u.a. die Korrelation von Zytologie, HPV und Histologie, die Regressionswahrscheinlichkeit der Dysplasien bei schwangeren Frauen, die Evaluation des neu eingeführten Programms zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs im klinischen Alltag oder der Nachweis neuer Marker (L1) zur Bestimmung von Regressionswahrscheinlichkeiten von Dysplasien. Die Dysplasie-Einheit kooperiert mit verschiedenen anderen Dysplasie-Sprechstunden in Bayern. Über die AG-CPCP ist die Dysplasie-Einheit in nationale Studien eingebunden. In der Dysplasie-Einheit werden neue prognostische Tests sowie therapeutische Anwendungen zur Behandlung genitaler Dysplasien in Kooperation mit anderen Universitätskliniken getestet. Des Weiteren wurde zusammen mit dem RKI die Inzidenz des Zervixkarzinoms in Deutschland ausgewertet. Als Teil der etablierten universitären Struktur werden über die Dysplasie-Einheit mehrere Doktorarbeiten betreut. Die S3-Leitlinie „Diagnostik, Therapie und Nachsorge der Patientin mit Zervixkarzinom“ (AWMF-Registernummer: 032/033OL) wird maßgeblich über die Dysplasie-Einheit koordiniert. 

 

Team

  • Frederik A. Stübs
  • Anna K. Dielt
  • Anja Seibold
  • Lena Brückner
  • Olliver Schleicher
  • Carla E. Schulmeyer
  • Annika S. Behrens
  • Sebastian Trnovec
  • Arndt Hartmann
  • Matthias W. Beckmann
  • Antje Knöll
  • Julius Emons
  • Werner Adler
  • Carol Geppert

 

Laufende Forschungsprojekte

  • HPV-Subtypisierung (Förderverein des Tumorzentrums)

     

Methoden

  • Klinische Auswertung der klinik-internen Forschungsdatenbanken
  • Kooperation mit externen Partner zur Generierung entsprechender Datensätze.

     

Kooperationspartner

  • Frauenklinik Erlangen
  • Institut für Pathologie Erlangen
  • Harald-zur-Hausen-Institut für Virologie
  • Fraunhofer Institut; Robert-Koch Institut
  • Deutsche Krebsgesellschaft (DKG)
  • AG-CPC

 

Publikationen

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/?term=stuebs%20f&sort=date
 

Kontakt

PD Dr. Frederik A. Stübs
09131 85 44006

frederik.stuebs(at)uk-erlangen.de

 

Weiterführende Links

https://www.uk-erlangen.de/patienten/sprechstunden-wegweiser/sprechstunde-fuer-genitalkrebserkrankungen-683/

 

Stand: 04/2026