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Onkologische Forschungsgruppen der Medizin 4

AG Schödel - Renale Epigenetik und Hypoxische Genregulation

Leitung

PD. Dr. med. Johannes Schödel D.phil.

Mitglieder

Dr. rer. nat. Victoria Lauer, Dr. med. Stephanie Naas

Überblick Forschungsinhalte

Sauerstoffmangel spielt eine wichtige Rolle bei vielen physiologischen und pathophysiologischen Prozessen. Dabei stehen die Hypoxie-induzierbaren Transkriptionsfaktoren (HIF) im Zentrum der hypoxischen Genregulation. Durch DNA-Bindung an Hypoxie-responsive Elementen aktivieren sie Gene, die adaptive Prozesse in der Zelle und dem Organismus regulieren. Wichtige Beispiele direkter HIF-Zielgene sind z.B. Erythropoetin, VEGFA, Cyclin D1 oder glykolytische Enzyme.

HIF-aktivierte, protektive Mechanismen können im Rahmen einer akuten Nierenschädigung positive Auswirkungen auf die tubuläre Funktion haben. Im Gegensatz hierzu werden durch die HIFs im Rahmen des VHL-assoziierten Nierenzellkarzinoms allerdings auch onkogene Prozesse angeschaltet, die zu einem Fortschreiten dieser Erkrankung führen können.

Unsere Forschung hat zum Ziel, zelltypspezifische Funktionen und epigenetische Charakteristika der HIF-Bindung zu identifizieren und dabei Mechanismen zu definieren, die die direkte HIF-DNA Interaktion beeinflussen. Zur Identifikation relevanter Bindungsstellen bedienen wir uns dabei moderner Methoden zur Analyse der Protein-DNA-Interaktion gekoppelt mit Next-Generation Sequencing (ChIP-seq, CUT&Tag, CUT&RUN, ATAC-seq, RNA-seq). Funktionell charakterisieren wir die DNA-Elemente in entsprechenden Zelllinien sowie humanen Primärzellen mithilfe neuester „Genome-Editing“ Technologie (CRISPR/Cas). Zudem sind wir daran interessiert, die Interaktion von HIF-Bindung, Epigenetik und krankheitsassoziierten DNA-Polymorphismen (z.B. im Nierenzellkarzinom) näher zu untersuchen.

Laufende Forschungsprojekte

  • DFG: TRR 374 – Teilprojekt C5 – „The epigenetic memory of renal tubular cells” 2023-2026
  • IZKF Erlangen: Erstantragstellerprojekt J114 "Profiling of transcriptional regulatory circuitries in the development of clear cell renal cell carcinoma"
  • Verein VHL betroffener Familien e.V.: „Establishing cell models of clear cell renal cell carcinoma progenitor cells”

Methoden

  • Primäre Zellkultur
  • CRISPR/Cas
  • ChIP-seq
  • CUT&RUN
  • CUT&Tag
  • ATAC-seq
  • RNA-seq

Kooperationspartner

  • Prof. Sir Peter Ratcliffe, The Francis Crick Institute, London und Ludwig Institute for Cancer Research, University of Oxford
  • Prof. David Mole, Nuffield Department of Medicine, University of Oxford
  • Prof. Arndt Hartmann, PD Dr. Fulvia Ferrazzi, Institut für Pathologie, Uniklinikum Erlangen
  • Prof. Bernd Wullich, Urologische Klinik, Uniklinikum Erlangen
  • Prof. Iris M. Heid, Genetische Epidemiologie, Universität Regensburg

Publikationen

Kontakt

PD. Dr. med. Johannes Schödel D.phil.

johannes.schoedel(at)uk-erlangen.de

Weiterführende Links

https://www.medizin4.uk-erlangen.de/forschung/experimentelle-forschung/renale-epigenetik-und-hypoxische-genregulation/

 

Stand: 04/2026